Die Deutschen Juniorenmeisterschaften am
vergangenen Wochenende in Essen auf dem Baldeneysee bildeten einen
erfolgreichen Abschluss der Saison für die Ruderer und Ruderinnen des Ludwigshafener
Rudervereins.
Am erfolgreichsten war die Ruderin Leonie Scheuermann, die gleich zwei
Medaillen gewann. Mit ihren Partnerinnen aus Koblenz, Gießen und Limburg konnte
sie sich im Vierer ohne (JF 4- A) mit einer halben Länge Vorsprung den ersten
Platz und damit auch den ersten DJM-Titel des LRV seit 2004 sichern. „Der
Vierer ging mit Außenseiterchancen in dieses Rennen hinein, hat diese aber
genutzt und ein sehr starkes Rennen abgeliefert“, so Christian Knab, Leistungssportreferent
des Ludwigshafener Rudervereins.
Im späteren Finale der Juniorinnen-Achter (JF 8+ A) gewann Leonie Scheuermann
mit dem Süd-Team dann noch die Silber-Medaille. Auch dies war ein schönes
Rennen, bei dem eine Medaille erwartet wurde und man mit Silber sehr zufrieden
war.
Die Ruderin hat sich mit diesen Erfolgen für die Junioren-Weltmeisterschaft
(JWM) am 07. August in Racice (Teschechien) qualifiziert und ist somit die
erste JWM-Teilnehmerin des LRV seit 1998. Leonie wird entweder Achter oder
Vierer fahren. Am Samstag startet sie in ein fünfwöchiges Trainingslager in
Berlin, danach geht es für sie direkt weiter nach Racice, wo sie hoffentlich
ebenso erfolgreich sein wird.
Weitere Teilnehmer an der DJM des Ludwigshafener Rudervereins waren die
A-Junioren Max Schäfer und Lars van Deyn, die leider durch einen schlechten
Hoffnungslauf das Finale verpassten und daher nur das B-Finale erreichten.
Dieses gewannen sie jedoch deutlich und sicherten sich somit den siebten Platz.
„Das Ergebnis war sicherlich unter den Erwartungen und enttäuschend, aber die
Vorbereitung litt leider auch stark unter dem verstauchten Fuß eines der zwei
Ruderer“, meint Christian Knab.
Benedikt Heinrich und Marcel Molitor, zwei B-Junioren des LRV, konnten sich
bei ihren ersten Deutschen Juniorenmeisterschaften den zehnten Platz sichern.
Ziel bei den beiden Aktiven war das Halbfinale, das mit dem Vorlauf-Sieg am
Donnerstag auch direkt erreicht wurde. Danach lieferten die Junioren noch zwei
gute Rennen ab und landeten damit auf Platz zehn, mit dem sowohl Trainer als
auch Ruderer zufrieden waren.
Leider vorzeitig beendet war die Meisterschaft für die B-Juniorinnen Laura
Rüdinger und Sophie Quindeau, die am Freitag im Hoffnungslauf nur den fünften
Platz erreichen konnten und somit nicht ins Halbfinale kamen. „Ziel war hier in
erster Linie, Erfahrungen zu sammeln und viel mehr wurde letztendlich auch
nicht erreicht. Dennoch haben sich die beiden sehr achtbar geschlagen“, fasst
Christian Knab zusammen.
Erwähnenswert ist außerdem Philipp Klüter, der im JM 1x B für den Mannheimer Regattaverein Bronze gewann.