Unser Rhein-Neckar-Achter hat es geschafft. Auf der ersten Regatta der Ruderbundesligageschichte qualifizierte sich der Achter am Samstag mit der achtschnellsten Zeit für die Erste Ruderbundesliga.
Bereits am Freitag um 12 Uhr machte sich der erste Tross der Mannschaft mit Hänger und Boot auf den Weg nach Münster, um abends pünktlich auf der Obleutesitzung alle wichtigen Details für das Wochenende zu erfahren. Im Laufe des Abends trafen dann auch die restlichen Mannschaftsmitglieder ein.
Schon um 8:30 Uhr stand für uns am Samstag das erste Zeitfahren an. Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es morgens also bereits in aller Frühe an die Strecke am schönen Aasee. Dort bekamen wir gerade noch rechtzeitig unsere neuen Einteiler und nach einem kleinen Frühstück und einer kurzen Trainingseinheit waren wir bereit für Großes.
Der Modus beim Zeitfahren gab vor, dass wir dreimal über die 350 Meter Strecke mussten, wobei man zwar immer bis zu drei Gegner hatte, aber jeweils nur die Zeit von Bedeutung war. Die beiden besten Zeiten wurden dann addiert und somit eine Rangliste erstellt, die einteilt, wer in die Erste und wer in die Zweite Liga kommt. Die Spannung war natürlich vor dem ersten Rennen zum Greifen, da jeder wusste, dass diese Rennen entscheidend sind für die ganze Saison war. Vielleicht war das auch ein Grund dafür, dass das erste Rennen schlecht lief. Wir kamen nicht gut vom Start weg, was auf dieser kurzen Strecke schon das Ende sein kann und ruderten sehr nervös und unsauber. Wir gewannen das Rennen zwar überraschenderweise, wussten aber, dass es noch viel besser gehen kann. Das zeigten wir dann beim zweiten Rennen, bei dem wir wiederum gewannen und unsere beste Zeit fuhren (56,53 sec.). Beim dritten und letzten Qualifikationsrennen konnten wir die Leistung vom Vorrennen nicht wiederholen und absolvierten einen ordentlichen Lauf, gewannen wiederum und fuhren unsere zweitbeste Zeit (57,22 sec.).
Dann begann das große Zittern, die Ergebnisse wurden nämlich nicht sofort bekannt gegeben. Die Entscheidung, wer in der Ersten und Zeiten Liga fährt, wurde auf der Seebühne feierlich zelebriert. Die Mannschaften wurden von hinten gemäß ihrer Platzierung aufgerufen, bedeutet Anspannung pur. Der Jubel bei uns war dann groß, als feststand, dass wir unter den besten 16 sind und damit in der Ersten Liga starten. Am Ende erreichten wir nicht nur die Erste Liga, sondern schnitten mit einem achten Platz nach dem Zeitfahren auch noch sehr gut ab.
Am Samstagabend begann dann die eigentliche Bundesligaregatta, das heißt, es ging im K.O.-System weiter, es zählt also nur der Sieg. Auf Grund unseres 8. Platzes im Zeitfahren mussten wir im Achtelfinale gegen den neuntplazierten Achter aus Emscher Wanne Eickel ran. Leider konnten wir hier nicht unser bestes Rennen zeigen und verloren deutlich gegen den Achter, der nach dem Zeitfahren noch langsamer als wir gewesen war. Somit fuhren wir am Sonntag um die Plätze 9 bis 16.
Sonntagmittag ging es dann also bei strahlendem Sonnenschein darum, möglichst oft zu gewinnen und eine gute Platzierung zu erreichen. Im ersten Rennen fuhren wir gegen das Team aus Oberhausen und gewannen mit einem Luftkasten Vorsprung. Nachdem wir auch das nächste Rennen gegen den Achter aus Rauxel gewannen, trafen wir im letzten Rennen der Regatta auf den Berliner Ruderclub, immerhin aktueller deutscher Großbootmeister in dieser Bootsklasse. Trotz einem sehr guten Rennen, das wir ablieferten, konnten wir die starke Truppe aus Berlin nicht schlagen, was bedeutete, dass wir nach der ersten Bundesligaregatta auf Tabellenplatz 10 mit 7 Punkten landeten.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.rhein-neckar-achter.de bzw. www.ruder-bundesliga.de